KONZERT
Eisbachtalchöre singen in der Engelsberghalle in Offstein

OFFSTEIN/WORMS - Am Samstag traten die Eisbachtal-Chöre gegen das DFB-Pokalendspiel zwischen Bayern und Dortmund an und schlugen sich tapfer. Zum Schluss der Veranstaltung, kurz nach halb neun, als sich Sänger und Gäste erhoben, um mit Inbrunst den „Sängerspruch“, die Rheinhessen-Hymne, zu singen, war die Engelsberghalle in Offstein immerhin noch etwa halb voll.

 

Es ist Tradition, dass sich die Chöre des Eisbachtals einmal im Jahr treffen, um gemeinsam zu konzertieren. Dieses Mal richtete der Männergesangverein Liederkranz Offstein unter dem Motto „Zauber der Musik“ das Festival der fünf Chöre aus den Wormser Stadtteilen Heppenheim, Horchheim, Wiesoppenheim und Weinsheim sowie Offstein aus, und der MGV-Vorsitzende Robert Kuhn führte gekonnt durchs Programm.

 

13 Formationen traten an, junge Chöre, Männer und Frauen. Von jedem etwas war am Samstagabend zu hören. 

 

Die Offsteiner Gastgeber unter Leitung ihres jungen Dirigenten Frank Aiglstorfer machten den Auftakt und hatten so griffige Stücke ausgewählt, dass die große Zuhörerschaft sofort in Stimmung kam. Neben dem Mottolied „Zauber der Musik“ intonierten sie den „Kriminaltango“, den das Hazy-Osterwald-Sextett einst gesungen hatte, und Cliff Richards Hit „Rote Lippen soll man küssen“, dazu ließen sie bunte Seifenblasen schweben, schwenkten rote Lippen, und natürlich fiel beim Tango auch der berühmte Schuss.

 

Der Sängerbund Worms-Heppenheim mit Chorleiterin Ursula Steudter hatte den witzigen Sprechgesang „Nette Begegnung“ mitgebracht, melancholisch erklangen die Liebeslieder „Warum bist du gekommen?“ und „Weit, weit weg“. Der Männerchor des GV Liederkranzes 1872 Worms-Weinsheim griff mit Thorsten Mühlberger auf klassisches Liedgut zurück („Erlaube mir, feins Mädchen“ und „Höre mein Rufen“), und erfüllte dabei alle Erwartungen. Der junge Dirigent hatte außerdem populäre Songs dieser Tage bearbeitet („Tage wie diese“ von den Toten Hosen und „Lieder“ von Adel Tawil), die das Ensemble „The New Voices“ zu Gehör brachte. Das aufgrund von Krankheiten stark dezimierte Ensemble „Feinklang“ sang unter Leitung von Dirigentin Monika Merz etwas dünn den Carpenters-Hit „Top of the world“, entwickelte dann aber zusammen mit dem Frauenchor ein schönes Volumen bei „Jeden Morgen geht die Sonne auf“ und vor allem bei „Ev’ry time I feel the spirit“.

 

Der gemischte Chor der Chorgemeinschaft 2012 Worms-Horchheim unter Leitung von Thomas Adelberger gefiel sehr gut mit drei anmutigen Liedern von Johannes Brahms, der Frauenchor setzte danach mit einstimmigen Versionen von „Liebeskummer lohnt sich nicht“ (Siw Malmkvist) und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ (Drafi Deutscher) ein reizvolles Gegengewicht. Die kräftigen Stimmen des über 30-köpfigen Männerchors, von Thomas Kulzer dirigiert, begeisterten danach mit „Schwinge dich auf, mein Lied!“, „In Freud und Leid zum Lied bereit“ und Reinhard Meys „Freunde lasst uns trinken“. Populäres Liedgut brachten die Formationen des MGV Liederkranzes 1854 Worms-Wiesoppenheim dar, geleitet von Peter Baumann. Der Männerchor war mit Udo Jürgens’ „Griechischer Wein“ dabei, der gemischte Chor führte mit „Wochenend und Sonnenschein“ in die 30er-Jahre und der Pop- und Gospelchor „Modern Melody“ riss das Publikum mit „What a wonderful world“ und „Soon very soon“ mit. 

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